Familien-Synode: Bischof Bonny bekommt Gegenwind

Der Bischof von Antwerpen, Johan Bonny (Foto), hat mit seinem offenen Brief zur Haltung der katholischen Kirche gegenüber neuen gesellschaftlichen Entwicklungen für Gesprächsstoff gesorgt. Kurz vor der päpstlichen Synode zum Thema Familie im Vatikan, kommt Kritik auf dieses Schreiben und zwar von Seiten des Bischofs von Dresden und Meißen, Heiner Koch.

Knapp einen Monat vor der Bischofssynode zum Thema Familie, die im Oktober im Vatikan stattfinden wird, bat Antwerpens Bischof Johan Bonny in einem offenen Brief Papst Franziskus darin, mehr Respekt für Homosexuelle, unverheiratet Zusammenlebende, geschiedene Gläubige und Kinder aus künstlicher Befruchtung aufzubringen. Bonny regte in seinem offenen Brief eine Debatte zu diesem Themenbereich an.

Doch Heiner Koch, der Bischof von Dresden und Meißen, ist nicht ganz mit der kritischen Haltung seines Antwerpener Kollegen einverstanden. In einer Reaktion in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit wirft Kock Bonny vor, die Beiträge der Päpste Paul VI. und Johannes-Pauls II. in Sachen Sexualität, Ehe und Familie zu unterschätzen. Laut Bischof Koch hätten die beiden Kirchenfürsten „sehr viele bereichernde Ideen eingebracht.“