Atombehörde FANC gegen längere Laufzeiten

Die belgische Atomaufsichtsbehörde Fanc ist gegen eine mögliche Laufzeitverlängerung der Atommeiler Doel 1 und 2 im Kernkraftwerk bei Antwerpen. Eigentlich sollten diese beiden Meiler im Zuge des bis 2025 geplanten Atomausstiegs in Belgien bereits 2015 abgeschaltet werden. Doch die designierte Mitte-Rechts-Regierung setzt auf Energie-Versorgungssicherheit.

Wie ein Sprecher der Behörde erklärte, werde sich die FANC den Plänen einer Laufzeitverlängerung aus Sicherheitsgründen widersetzen, auch wenn es lediglich um eine Phase von weniger als drei Jahren handele. Um eine längerfristige Laufzeitverlängerung zu ermöglichen, müsse Kraftwerksbetreiber Electrabel zahlreiche Anpassungen vornehmen.

Fanc betonte zudem, dass nach einer möglichen Abänderung des Gesetzes über den Atomausstieg ein Langzeit-Aktionsplan für die Sicherheit der beiden Reaktoren durchgeführt werden müsse. Belgiens Energiebehörde, so Fanc weiter, sollten die Kernkraftwerke in Doel und Tihange ohnehin noch einmal so genannten „Stresstests“ unterziehen. Die Atomaufsichtsbehörde fordert, dass alle in Betrieb befindlichen Atommeiler in Belgien den Sicherheitsstandard des sichersten Meilers aller Anlagen haben müssen.

Die designierte Mitte-Rechts-Regierung aus CD&V, N-VA, Open VLD und MR plant wegen eventuell möglicher Elektrizitätsengpässe durch einige nach Pannen, Rissbildung und Sabotage abgeschalteten Meiler den Atomausstieg, der für 2025 in Belgien geplant ist, zwar durchzuziehen, doch bis zur völligen Produktionssicherheit durch alternative Energiequellen einige Meiler länger am Netz zu halten.