Strikte Haushaltseinsparungen kosten Belgien viele Jobs

Will Belgien den EU-Vereinbarungen zum Stabilitäts- und Wachstumspakt nachkommen und wieder einen ausgeglichenen Haushalt erzielen, kostet das das Land über 40.000 neue Arbeitsplätze. Das schreibt die Zeitung De Standaard.

Es handelt sich dabei um zusätzliche Jobs, die nicht geschaffen werden können. Ohne die Sanierung schätzt die belgische Planungsbehörde, deren Berechnungen dem Standard vorliegen, die geplante Zahl der neuen Jobs zwischen 2014 und 2017 auf 99.200. Mit den Apassungsmaßnahmen würde sich die Zahl auf knapp die Hälfte halbieren, heißt es. Damit würden 47.000 neue Jobs erst gar nicht geschaffen.

Den Haushalt ausgleichen und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen, wird für die Regierungsunterhändler also noch schwieriger als bisher angenommen.

Das Planungsbüro hat die kurzfristigen Wirtschaftskosten der Einsparungen ausgerechnet, die die Regierung durchführen will, um ihr Haushaltsdefizit zu beseitigen und gleichzeitig die Kriterien des Stabilitätspakts einzuhalten, auf die sich Belgien mit der EU-Kommission geeinigt hatte: Ein strukturelles Gleichgewicht bis 2016 und 0,75 Prozent BIP-Überschuss ab 2017.

Am morgigen Dienstag beginnen die Unterhändler mit den Haushaltsgesprächen für das nächste Jahr.