Handels- und Banksektoren bereiten Blackouts vor

Die Belgische Nationalbank (BNB) bereitet sich auf die möglichen Konsequenzen eines allgemeinen Stromausfalls vor. Verschiedene Vertreter des Bankenwesens in unserem Land haben sich getroffen, um die Auswirkungen von Stromengpässen, bzw. die von der Regierung geplanten zeitweisen regionalen Stromabschaltungen, auf das belgische Finanzsystem zu analysieren.

Die Nationalbank und der Bankenverband Febelfin fürchten offenbar problematische Auswirkungen eines Blackouts auf den Bankensektor. Nach Ansicht der BNB könnte ein geplanter oder ungeplanter Stromausfall empfindliche Störungen im Zahlungs- und Geldverkehr verursachen. Ein Treffen von Vertretern des belgischen Banksektors hat bereits stattgefunden, ein weiteres Treffen mit Vertretern des Großhandels ist geplant.

Konkret geht es um die Frage, wie sich in einem solchen Ernstfall Geschäfte und Bürger mit Bargeld versorgen können, wenn Geldautomaten oder das elektronische Zahlungssystem auf Grund von Stromengpässen ausfallen. Der Dachverband des belgischen Bankwesens, Febelfin, räumte ein, dass in einem solchen Fall eine ganze Reihe von Vorgängen wohl nicht möglich sind. Einfach verschwinden könne Geld bei einem Stromausfall jedoch nicht, so Fachleute dazu.

Comeos, der belgische Vertriebs-, Groß- und Einzelhandelsverband, hat zu dem Thema ebenfalls ein Treffen einberufen. Auch hier sollen die möglichen Folgen eines Blackouts besprochen und der Umgang damit geplant werden. Probleme werden z.B. bei Supermärkten erwartet, wenn Kühlsysteme oder elektronische Zahlungssysteme ausfallen. Die Banken- und Handelsverbände wollen sich dazu auch so schnell wie möglich mit dem belgischen Innenministerium treffen.