Karel De Gucht: Was wird aus dem EU-Kommissar?

Der scheidende EU-Handelskommissar Karel De Gucht (Foto), dessen Mandat am 1. November 2014 ausläuft, wird wohl nicht in die belgische Bundes- oder in die flämische Landespolitik zurückkehren. Der flämische Liberale (Open VLD) kündigte an, erst einmal Urlaub zu nehmen.

In der VRT-Magazinsendung „Villa Politica“ sagte der scheidende belgische EU-Kommissar, dass er erst einmal einen längeren Urlaub plane, um danach vielleicht auf lokaler Ebene wieder an die Arbeit gehen zu wollen.“ Karel De Gucht ist bei den letzten Gemeinderatswahlen in den Kommunalrat seiner Heimatstadt Berlaere (Provinz Ostflandern) gewählt worden, doch dort lässt er sich vertreten. Aber, ganz ausschließen wolle er eine Rückkehr in die nationale Politik nicht, doch „die Chance ist sehr klein.“

Derzeit arbeitet Karel De Gucht auf europäischer Ebene noch stets am Zustandekommen des Transatlantischen Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika, doch abrunden wird er dieses Projekt, was ihm eigentlich so sehr am Herzen gelegen hatte, wohl selbst nicht mehr.

De Gucht ist aber auch in die Koalitionsverhandlungen auf belgischer Bundesebene einbezogen. Er verhandelt für seine Partei, die flämischen Liberalen Open VLD, im Hintergrund mit. Fest steht, dass ein Liberaler das Amt des neuen belgischen Premierministers übernehmen werde, doch Karel De Gucht geht nicht davon aus, dass man ihn bitten werde, diesen Job zu übernehmen.