Doel 1 und 2 einige Monate länger am Netz

Die derzeit mit der Regierungsbildung beschäftigten Parteien haben sich darauf geeinigt, alles daran zu setzen, dass es im kommenden Winter nicht zu Stromausfällen bzw. zu Energieknappheit kommt. Nach einer Meldung der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd soll der Meiler Doel 1 z.B. drei Monate länger am Netz bleiben.

Im Rahmen des Atomausstiegs in Belgien soll der Meiler Doel 1 aus dem gleichnamigen Kernkraftwerk bei Antwerpen am 15. Februar 2015 abgeschaltet werden. Doch durch den Ausfall von drei weiteren Meilern in Doel und Tihange (Prov. Lüttich) soll Doel 1 vorerst drei Monate länger arbeiten.

Das gleiche Szenario ist für den Meiler Doel 2 vorgesehen, der am 1. Dezember 2016 definitiv vom Netz gehen soll. Dieser Reaktor wird drei Monate länger Strom produzieren. Vorher aber sollen die beiden Meiler für entsprechende Anpassungen noch vor dem kommenden Winter kurzzeitig heruntergefahren werden.

Laufzeit verlängern ist technisch machbar

Die von den Verhandlungspartnern der designierten Mitte-Rechts-Regierung geäußerte Idee, bis zur Sicherung der Energieversorgung durch alternative Energiequellen die Kernreaktoren Doel 1 und Doel 2 zehn Jahre länger am Netz zu lassen, als im Atomausstieg vorgesehen, stößt auf Kritik.

Diese Kritik kommt aber nicht nur von Seiten der Politik oder von Umweltschützern, sondern auch von der Atom-Aufsichtsbehörde FANC. Allerdings sagt die FANC aber auch, dass dieses Unterfangen technisch möglich sei. Das solche Anlagen lediglich Betriebstauglich für die Dauer von 30 bis 40 Jahren sein würden, stimme so nicht.

Doch es seien Anpassungen, die Sicherheit betreffend, vonnöten, die mehrere hundert Millionen Euro kosten würden. Man müsse schauen, ob dies für den Kraftwerksbetreiber Electrabel wirtschaftlich zu verantworten sei.