Flandern: 250.000 € für Ärzte ohne Grenzen

Die flämische Landesregierung macht 250.000 € frei für den Kampf gegen Ebola. Dieses Geld wird den Ärzten ohne Grenzen zur Verfügung gestellt, die damit die medizinische Versorgung in Monrovia, der Hauptstadt Liberias, weiter finanzieren sollen.

Die flämische Hilfe für ein Nothilfeprojekt der Ärzte ohne Grenzen in Liberia soll dem Kampf gegen die weitere Ausbreitung von Ebola in der liberianischen Hauptstadt Monrovia dienen. Konkret geht es dabei um die Verteilung von 50.000 Schutz- und Desinfektions-Kits, über die knapp 30 % der Einwohner der Stadt erreicht werden können.

Diese Hilfe zielt nicht nur auf die Opfer von Ebola ab, sondern auch auf die gesundheitliche Sicherheit der Notärzte vor Ort. Ärzte, Pfleger und off ehrenamtliche Helfer in den Krankenhäusern und Notlazaretten müssen meist unter widrigen Umständen arbeiten, wobei sie auch ihr eigenes Leben riskieren, hieß es dazu.

Ärzte ohne Grenzen Belgien unterhält sechs Ebola-Stationen in Liberia, Guinea und Sierra Leone. Koordiniert wird deren Arbeit von Brüssel aus. Vor Ort sind derzeit 30 Ärzte aus unserem Land aktiv. Belgiens scheidende Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx (PS) lässt derzeit beim Verteidigungsministerium prüfen, ob man nicht im Militärhospital von Neder-Over-Heembeek (Region Brüssel-Hauptstadt) eine isolierte Ebola-Station einrichten könne.