Medien: Die VRT wird mit Netflix kooperieren

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, wird mit dem amerikanischen Videodienst Netflix zusammenarbeiten. VRT-Fernsehmanager Jean-Philip De Tender kündigte an, dass Netflix sechs Programme der VRT in sein Angebot aufnehmen werde.

Der Video- und Streamingdienst Netflix aus Silicon Valley hat mit seiner Online-Videothek derzeit etwa 50 Mio. Nutzer. Für einen festen Beitrag können Netflix-Nutzer ohne Einschränkungen Filme oder TV-Serien sehen. Dabei können die Nutzer selbst bestimmen, wann sie ihre Programme ansehen. Sie sind also von Programmrastern völlig unabhängig.

Netflix ist mit allen Geräten zu nutzen, mit denen man ins Internet gehen kann. Das Angebot könnte das Thema Fernsehen und die Nutzung dessen völlig verändern. Aus diesem Grund haben nicht wenige Medien und TV-Anstalten Bedenken mit der Tatsache, dass sich Netflix in Europa „breit macht.“ Doch unser Haus, die VRT, will auf den sich verändernden Fernsehmarkt und auf die sich den neuen Medien anpassenden Konsum von TV-Bildern eingehen und kündigte an, mit Netflix kooperieren zu wollen.

VRT-Fernsehmanager Jean-Philip De Tender (Foto) will den neuen Service nutzen: „Das ist in erster Linie ein Service für den Mediennutzer, der heute live oder linear Fernsehen schauen will. Doch andererseits will der Zuschauer sein Programm sehen, wenn er Lust darauf hat. Deshalb will die VRT mit ihren Produktionen und Serien auf so vielen Plattformen, wie möglich präsent sein. Das kommt zum Verkauf unserer Programme noch hinzu, wodurch Geld zur VRT zurückfließt – Geld, das wir in neue Serien investieren können.“
 

© VRT 2011 Lies Willaert