Belgische F-16er operieren von Jordanien aus

Die USA haben Belgien offiziell darum gebeten, der internationalen Koalition für den Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe IS beizutreten. Wie erwartet, ist die scheidende belgische Bundesregierung auf diese Anfrage eingegangen und stellt sechs F-16-Kampfbomber plus Besatzung und erforderliches Bodenpersonal bereit. Stimmt das Parlament dem Einsatz zu, können die Maschinen in den kommenden Tagen von Jordanien aus starten.
AP2013

Schon in der vergangenen Woche hatte das Kernkabinett der scheidenden belgischen Bundesregierung die Angelegenheit besprochen und die offizielle Anfrage der USA erwartet. Belgiens scheidender Premierminister Elio Di Rupo (PS), der derzeit an der UN-Klimakonferenz in New York teilnimmt, bestätigte von dort aus, dass die US-Regierung jetzt offiziell um die Mithilfe Belgiens beim Anti-IS-Einsatz gebeten habe.

Noch an diesem Mittwoch beugen sich die Minister ein weiteres Mal über die dazu notwendige Resolution, bevor sich die Parlamentsausschüsse für Verteidigung und Außenangelegenheiten damit befassen werden. Danach folgt eine Abstimmung im belgischen Bundesparlament.

Noch-Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V - kl. Foto)) sagte am Dienstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass dies die normale Vorgehensweise in einer solchen Angelegenheit sei: „Das ist die gangbare Prozedur in Zeiten einer geschäftsführenden Regierung. Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation, wie damals bei der Operation in Libyen.“

Sechs belgische F-16-Kampfbomber werden von Jordanien aus am Kampf gegen die IS-Terrormiliz teilzunehmen, wie Minister De Crem dazu erklärte: „Dort wurde sondiert und die jordanische Regierung hat die Zustimmung erteilt, um von ihrem Territorium aus zu operieren.“ Belgien wird demnach Teil der so genannten „coalition oft he willing“. Eine zentrale Befehlsstelle wird die Einsätze koordinieren. Welche Rolle die belgischen Flugzeuge dabei spielen werden, ist noch nicht deutlich.

Nur Einsätze im Irak

Sicher ist, dass die belgischen Kampfflugzeuge an Einsätzen im Irak beteiligt sein werden, denn Irak hatte explizit den Westen um Hilfe gebeten. Darauf geht auch Belgien ein. Aber über Syrien werden die belgischen F-16er nicht eingesetzt, denn hier arbeiten die USA mit einer anderen Art der Koalition gegen den Islamischen Staat, an der fast nur Länder aus der arabischen Welt beteiligt sind, zusammen.