Preisverfall bei Äpfeln und Birnen aus Belgien

Mittlerweile hat sich der russische Importboykott für Ost aus der Europäischen Union für die Obstbauern in Belgien als tatsächlich dramatisch erwiesen. Die Preise für Äpfel und Birnen befinden sich akut im Sinkflug und erreichen auf dem europäischen Markt nur noch die Hälfte von dem, was vor dem Boykott erwirtschaftet wurde.

Christian Gustin, Verkaufsdirektor der Belgischen Ostversteigerung in Sint-Truiden (Flämisch-Brabant) ist deutlich: „Durch die Krise mit Russland sind die Preise auf einen Tiefpunkt gesunken, wie wir ihn in den vergangenen 10 Jahren nicht mehr erlebt haben. Die Produzenten erhalten derzeit weniger als die Hälfte von dem, was sie letztes Jahr zur gleichen Zeit für ihre Äpfel und Birnen bekommen haben. Die Obstbauern erhalten für ihre Früchte noch knapp 25 Eurocent pro Kilo. Das reicht noch nicht mal, um aus den Unkosten zu kommen.“

Philippe Appeltans vom Verband der Belgischen Gartenbau-Versteigerungen gab gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion ebenfalls an, dass die Preise auf einem Tief angekommen sind und sprach von einem Preisverfall für Äpfel und Birnen von 40 bis 50 % im Vergleich zum eigentlich normalen Preisgefüge in dieser Jahreszeit.

Das liege aber nicht nur am seit dem 7. August geltenden Import-Boykott durch Russland, sondern auch an einer besonders ertragreichen Ernte: „Bei den Birnen liegt dies nur am russischen Boykott, doch bei den Äpfeln ist dies eine Kombination zwischen diesem Boykoot und einer Top-Ernte in ganz Europa. Es sind einfach zu viele Äpfel auf dem Markt.“