UNO: Di Rupo kritisiert die Bush-Jahre

Während seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hat Belgiens Noch-Regierungschef Elio Di Rupo sich kritisch zum Erbe des amerikanischen Alt-Präsidenten Georges W. Bush geäußert.

De zweite Golfkrieg, der unter Bush ausbrach, ist laut Di Rupo eine der Ursachen der aktuellen Probleme im Nahen Osten. „Ich muss einfach feststellen, dass die menschliche Katastrophe, die wir jetzt erleben, auch die Folge der Fehleinschätzung der politischen Verantwortungsträger ist, die damals eine militärische Lösung bevorzugten“, sagte er.

„Belgien hat sich vor einigen Jahren geweigert, an einer solchen Operation im Irak teilzunehmen. Wir müssen doch einsehen, dass die Frustrationen und Erniedrigungen den Radikalismus verstärkt haben.“

Jetzt müsse „dringend“ auch militärisch gegen die Terrororganisation IS vorgegangen werden, so Di Rupo. „Aber Bomben alleine reichen nicht.“

Di Rupo äußerte sich auch zum Konflikt der Israelis und Palästinenser, der einen höheren Stellenwert auf der internationalen Agenda verdiene. Ein Friedensabkommen wäre ein „wichtiger Faktor“ für Stabilität und Frieden in der Welt.