Unsichere Zukunft für Limburgs Kohlekraftwerk

Der deutsche Energiekonzern E.ON will kein Geld mehr in den Umbau der Steinkohlezentrale Genk-Langerlo stecken. Die Steinkohlezentrale soll zum größten Biomasse-Kraftwerk Belgiens werden. Kommt der Umbau nicht, sind das schlechte Nachrichten für die Senkung des CO2-Austoßes in Flandern. Außerdem nimmt die Ungewissheit bezüglich der Zukunft der Zentrale zu und stellt damit ein weiteres Problem in der belgischen Stromversorgung dar. Das schreibt die Zeitung De Standaard am Dienstag.

E.ON  ist schon eine zeitlang auf der Suche nach einem Investitionspartner oder sogar nach einem Übernahmekandidaten für die Limburger Zentrale. Der Umbau, der eine Investition von 150 Millionen Euro verlangt, war für nächstes Jahr geplant. Die Chance, dass das Timing noch eingehalten wird, ist klein. Noch immer sucht E.ON nach einem Übernahmekandidaten.

Im April 2016 verfällt die Umwelterlaubnis der heutigen Steinkohlezentrale. Das deutsche Unternehmen ist mit seinen Umbauplänen von Langerlo zu einem grünen Stromproduzenten inzwischen recht weit. Sowohl Umwelt- als auch Baugenehmigungen sind bereits erteilt.

E.ON hat auch eine vorübergehende Erlaubnis der flämischen Regierung erhalten. Dadurch kommt die Zentrale nach dem Umbau für Subventionen von grünem Strom in Frage.

Falls jedoch nicht umgebaut wird, wird der Druck auf die Stromversorgung in Belgien ab 2016 noch größer. Wenn die Zentrale schließen muss, gehen zudem 120 Arbeitsplätze verloren.