Flandern und die DG können voneinander lernen

Die Ministerpräsidenten Flanderns, Geert Bourgeois (N-VA) und der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch (ProDG), haben festgestellt, dass sie viel voneinander lernen können. Vor allem in den Bereichen Bildung, Kultur und Tourismus sehen beide viele Punkte, bei denen man gemeinsam anknüpfen könne. Bourgeois besuchte am Dienstag die DG in Eupen.

Beim Besuch des flämischen Landeschefs Geert Bourgeois bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft am Dienstag in Eupen bekräftigten die beiden belgischen Bundesländer den Willen, in Zukunft enger zusammenarbeiten zu wollen.

Nach einem Gespräch mit seinem DG-Amtskollegen Oliver Paasch und einer Arbeitssitzung mit der DG-Regionalregierung sagte Bourgeois gegenüber dem BRF-TV-Magazin „Blickpunkt“, dass er von der kleinen DG als Partner etwas lernen könne. Die Deutschsprachige Gemeinschaft leistet derzeit Pionierarbeit im Bereich des dualen Ausbindungssystems (Schule und Arbeit) und davon könne auch Flandern etwas lernen.

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch sagte dazu, dass das kleinste belgische Bundesland auch von Flandern lernen könne. Paasch wies dabei auch auf die Bildung, aber auch auf die Bereiche Kultur und Tourismus hin. Nur der harte Sparkurs der neuen flämischen Landesregierung, z.B. im Kulturetat und beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk VRT seien für die DG kein Weg, den man einschlagen werde, so Paasch.

Im Laufe der Gespräche zwischen dem flämischen Ministerpräsidenten und der DG-Gemeinschaftsregierung wurde auch über den Ruf nach mehr Autonomie von Seiten der deutschsprachigen Ostbelgier gesprochen. Dabei zeigte MP Geert Bourgeois durchaus Verständnis für dieses Anliegen. Die DG fordert z.B. die Zuständigkeit für Wohnungsbau und Raumordnung. DG-MP Oliver Paasch erinnerte auch daran, dass das seit 2001 bestehende Kooperationsabkommen zwischen den beiden Regionen Reif für ein Update sei.

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