Dopingkontrolle deckt Krebserkrankung auf

Der 23jährige belgische Zehnkämpfer Thomas Van der Plaetsen musste sich am 3. September einer Dopingkontrolle unterziehen. Dabei wurden Spuren des Schwangerschaftshormons HGC entdeckt. Doch kann dieses Hormon auch auf Hodenkrebs hinweisen und dies ist bei dem jungen Sportler der Fall. Van der Plaetsen lässt sich noch am Freitag operieren.

Die unangekündigte Dopingkontrolle bei Zehnkämpfer Thomas Van der Plaetsen wies Spuren des Schwangerschaftshormons HGC in dessen Urin auf und so wurde zunächst suggeriert, dass der junge Sportler leistungsfördernde Mittel nutzen würde. Eine vorläufige Wettkampfsperre war die Folge davon.

Doch schon kurz nach Bekanntwerden des Vorgangs meldeten Sportmediziner Bedenken an und erwähnten, dass eben dieses Hormon auf eine bisher unentdeckte Hodenkrebserkrankung hinweisen könnte. Van der Plaetsen ließ sich entsprechend untersuchen und tatsächlich wurde ein Tumor in einer Hode entdeckt.

Am Donnerstag teilte der Zehnkämpfer über eine Pressekonferenz (Foto oben) mit, dass er sich noch am Freitag einer Operation unterziehen werde. Hodenkrebs ist in den meisten Fällen in einem frühen Stadium heilbar. Damit hat die unangekündigte Dopingkontrolle vielleicht das Leben Van der Plaetsens gerettet.

Thomas Van der Plaetsen wurde 2009 Europameister im Zehnkampf der Junioren und 2011 bei der U23. Dieses Jahr gewann er die Bronzemedaille bei der Hallen-EM in Polen.

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