Streik in mehreren Delhaize-Supermärkten

Bei der Supermarktkette Delhaize bleiben am Freitat in Brüssel neun Geschäfte geschlossen. Die Gemüter sind erhitzt, denn es muss kräftig gespart werden und die Mitarbeiter müssen deshalb kürzer treten. Das erklärt Veerle Verleyen von der christlichen Angestelltengewerkschaft LBC. "Nächste Woche rechne ich mit Protestaktionen, ja."

Delhaize bestätigt, dass in der belgischen Hauptstadt neun Supermärkte am Freitagmorgen geschlossen bleiben. Es handelt sich dabei um die Niederlassungen Arbre Ballon (Jette), Charles Quint (Sint-Agatha-Berchem), Chazal (Schaarbeek), Croix de Guerre (Neder-Over-Heembeek), Flagey (Elsene), Hankar (Oudergem), Karreveld (Sint-Jans-Molenbeek), Mutsaard (Laken) und Roodebeek (Sint-Lambrechts-Woluwe).

"Wir bedauern die Aktion, weil auch noch zwei weitere Betriebsräte geplant sind", so der Sprecher Roel Dekelver von Delhaize

Am gestrigen Donnerstag wurden spontane Protestaktionen in Turnhout durchgeführt. Dort blieb der Supermarkt geschlossen und im Verteilerzentrum in Zellik hatte es zeitweise Arbeitsunterbrechungen gegeben. 

"Die Gemüter sind erhitzt. Die Menschen müssen zurückstecken und das wollen sie nicht ", so die Gewerkschaftssekretärin Verleyen. "Nach den Entlassungen und Supermarktschließungen können die Angestellten nicht akzeptieren, dass jetzt auch noch ihr Portemonnaie dran sein soll." Und sie fügt hinzu, dass Delhaize Gewinne mache und in den vergangenen Jahren gut garbeitet habe. "Ich wiederhole, das ist kein Carrefour-Szenario."

Derzeit informierten Gewerkschaftsmitglieder alle Supermärkte über die Höhe der geplanten Einsparungen. Das wird noch bis Anfang nächster Woche in Anspruch nehmen. "Ich rechne nächste Woche mit Aktionen, ja."

Für den kommenden Mittwoch ist der nächste Betriebsrat angesetzt. Mit den geplanten Reformen bei der Delhaizegruppe sind 2.500 Arbeitsplätze bedroht sowie 14 Supermärkte und Franchisegeschäfte.