König Philippe huldigt der Freundschaft zu Frankreich

König Philippe wohnte am Samstag einer militärischen Zeremonie im französischen Badeort Sainte-Adresse in der Normandie bei, bei der eine Gedenktafel enthüllt wurde, die an die Anwesenheit der belgischen Regierung in diesem Ort zwischen 1914 und 1918 erinnert. Der damalige belgische Monarch, König Albert I., ist hier übrigens nie gewesen. Er blieb während des Krieges beim Generalstab in De Panne.

„Nur wenige Belgier kennen noch die Geschichte von Sainte-Adresse. Die Franzosen hingegen erinnern sich an diese Episode aus dem Großen Krieg noch sehr gut.“, sagte Gery de Broqueville, der Urenkel von Charles de Broqueville - damals Belgiens Premierminister. De Broqueville gehörte neben König Philippe zu den Gästen aus Belgien, die der Zeremonie in der normannischen Stadt in der Nähe von Le Havre am Samstag beiwohnten.

Die Einwohner von Sainte-Adresse hatten ihre Stadt mit belgischen und französischen Flaggen dekoriert. Diese Flaggen hingen Seite an Seite an den Hausfassaden und auf dem Marktplatz erklangen die „Brabançonne“ und die „Marseillaise“, die beiden Nationalhymnen unserer befreundeten Länder. Diese Hymnen wurden von Marinekapellen aus beiden Ländern gespielt.

Die Verbundenheit zwischen Belgien und Frankreich war am Samstagmorgen in Saint-Adresse regelrecht zu spüren. Hubert Dejean de la Batie, der Bürgermeister der Stadt begrüßte König Philippe und die belgische Delegation wie Freunde und Frankreichs Staatssekretär für Veteranen und Gedenkfeiern, Kader Arif, sprach von einem Tag der Solidarität, Bruderschaft und Freundschaft.“

Jean-Pascal Labille (PS), Belgiens Minister für öffentliche Unternehmen und Entwicklungszusammenarbeit, vertrat die scheidende Bundesregierung und bedankte sich für die Gastfreundschaft Frankreichs während des Großen Krieges.

König Philippe enthüllt Gedenkplatte

König Philippe trug sich zunächst ins Goldene Buch der Stadt Sainte-Adresse ein, bevor er die Gedenkplatte enthüllte, die der belgisch-französischen Freundschaft in der Stadt huldigt. Sainte-Adresse, ein recht mondäner Badeort, erinnert an die „Belgische Zeit“ mit historischen Fotos, die an den Strandkabinen angebracht wurden. Im Espace Monet zeigt eine Ausstellung zum gleichen Thema derzeit ebenfalls Fotos, Kunstwerke und Dokumente aus dieser Zeit.