Brüssels Comicmuseum wird 25 Jahre alt

Das Belgische Comicmuseum in Brüssel feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurden gleich zwei neue Säle eingerichtet, in denen wichtige Vertreter der belgischen Comickunst einen eigenen Raum für ihre Werke erhielten: Peyo und Pieter De Poortere.

Am 3. Oktober 1989 wurde das Belgische Comicmuseum vom damaligen Königspaar Baudouin und Fabiola feierlich eröffnet. Das Museum, genauer das Belgische Comic Zentrum (BCZ), fand sein Zuhause in einem wunderbar restaurierten Jugendstilgebäude unweit des Brüsseler Stadtzentrums und der Kathedrale.

In diesem Jahr wird wohl zum ersten Mal seit Bestehen dieses Museums die Zahl von 200.000 Besuchern auf Jahresbasis überschritten. Auffallend ist dabei, dass die meisten Besucher aus dem Ausland kommen. Inzwischen kann das Museum auch über Google-Streetview online besucht werden, denn der Eingangsbereich wurde bereits entsprechend registriert.

Der 25. Geburtstag des Belgischen Comic Zentrums wurden zwei neue Bereiche und eine Sonderausstellung eröffnet. Peyo, der geistige Vater der Schlümpfe, erhielt für eine Übersicht über sein Werk einen permanenten Raum und Pieter De Poorteres Comic-Held Boerke (übersetzt bedeutet dies so viel wie Bäuerlein) kann interaktiv und über 3D-Bilder im Auditorium des Hauses entdeckt werden.

In der Mezzanine des Comicmuseums wurde eine neue Sonderausstellung eröffnet: „Brüssel, meine Sprechblase“. Diese Ausstellung zeigt die belgische Hauptstadt aus der Sicht der belgischen Comiczeichner und -szenaristen. Immer wieder spielt Brüssel in den einzelnen Abenteuern eine wichtige Rolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle. Um dies zu unterstreichen, ist diese Ausstellung zum 25. Geburtstag des Museums eine schöne Inspirationsquelle für einen anschließenden Spaziergang durch die belgische und europäische Hauptstadt.