Alter Schützengraben bei Ypern eingestürzt

In Boezinge bei Ypern (Westflandern) ist ein historischer Schützengraben (Archivfoto) aus dem Ersten Weltkrieg eingestürzt. Die Anlage wurde vor rund 10 Jahren restauriert, doch die damals aufgeschichteten Sandsäcke verlieren heute ihren Halt und brechen ein. Inzwischen finden stets mehr Touristen den Weg zu den ehemaligen Schlachtfeldern von 14-18.

Der Schützengraben stammt aus dem Jahr 1915 und ist unter dem Namen „Yorkshire Trench“ bekannt. Vor 10 Jahren wurde die Anlage für das Publikum geöffnet, nach dem sie umfangreich restauriert wurde. Dabei wurden neue Sandsäcke aufgeschichtet und die Holzbohlen erneuert.

Doch jetzt musste die Anlage für die Besucher geschlossen werden. Jef Verschoore (CD&V), Mitglied des Stadtrates von Ypern, sagte, dass das Problem die unterste Schicht der vor 10 Jahren aufgeschichteten Sandsäcke ist: „Diese Säcke gehen kaputt. Sie geben unter dem Gewicht der Konstruktion nach.“

Vorläufig bleibt die Anlage geschlossen. Da in diesem Jahr dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor genau 100 Jahren gedacht wird, ist der Besucherstrom auch im „Yorkshire Trench“ größer als sonst.

Weltkriegs-Touristen

Der Frendenverkehrsverband der Provinz Wesrflandern, Westtoer, meldet, dass sich die Zahl der Touristen an den Orten, an denen der Erste Weltkrieg gewütet hatte, in den vergangenen Monaten verdoppelt hat.

In den Monaten August und September besuchten rund 100.000 Gäste die Stätten des „Großen Krieges“. Das ist nach den Erhebungen von Westtoer das Doppelte der normalen Zahlen.

Westtoer erwartet bis zum Jahresende bis zu 750.000 Besucher, die auch durch die Gedenkfeiern 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in die Region kommen.