Belgiens Beamtenapparat soll schrumpfen

Die neue Michel-Regierung will in den kommenden 5 Jahren den Rotstift bei den Behörden ansetzen und den Beamtenapparat verkleinern. Laut der Zeitung De Tijd soll nur einer von 5 Beamten, die in Rente gehen, ersetzt werden.

Der Zeitung zufolge soll sowohl an Personal, als auch an den Betriebskosten eingespart werden. Es soll 33 Prozent weniger investiert werden. Für dringende Ausgaben sei jedoch eine Reserve eingeplant.

Die sozialistische Gewerkschaft bezeichnete die Einsparungen als "skandalös" und warnte davor, dass der Bürger die Einsparungen fühlen werde.

Die Einsparungen an den Personalkosten sollen in den nächsten 5 Jahren rund 800 Millionen Euro einbringen.

Die Behörden könnten mit den Einsparungen laut der sozialistischen Gewerkschaft wohl kaum noch richtig funktionieren. Chris Reniers von der sozialistischen Gewerkschaft für Beamte (ACOD) bezeichnet die Einsparungen als eine ideologische Maßnahme. "Man ist derzeit dabei, die Behörden abzubauen, wodurch diese weniger leistungsstark arbeiten können und dann wird man letztlich sagen, dass der Privatsektor es besser machen kann. Das ist ein Teufelskreis."

"Wenn man alle Einsparungen - sowohl die der flämischen als auch die der föderalen Regierung - aufzählt, dann wird man sehen, dass das die Menschen viel Geld kosten wird. Wir können das nicht einfach so geschehen lassen", so Chris Reniers.

Die föderale und die flämische Regierung würden die Einsparungen bei den Beamten in den Behörden "die Fähigkeit zur Selbsthilfe der Bürger" nennen, Reniers nennt das: "Bürger, seht zu, wie Ihr zurecht kommt!"