Zweiter Blitzmarathon, aber nicht überall

Um 6 Uhr am Freitagmorgen hat der zweite landesweite Blitzmarathon in Belgien begonnen, doch nicht überall im Land wird mit der gleichen Intensität geblitzt, als bei der ersten Ausgabe vor einem halben Jahr. Nicht wenige Polizeizonen nehmen an der Aktion aus Protest gegen die Rentenreform und die Anhebung des allgemeinen Pensionsalters auf 62 Jahre bei der Polizei an der Aktion nicht teil.

Zunächst hatte es noch so ausgesehen, dass dieser zweite Blitzmarathon ganz flachfallen würde, weil die Gewerkschaften der Polizei zu einem Streik aufrufen würden, doch soweit kam es nicht, doch nicht überall wird die Zahl der Geschwindigkeitskontrollen in Belgien systematisch kontrolliert.

Im belgischen Bundesland Flandern ist die Lage unterschiedlich: Während in der Provinz Flämisch-Brabant so gut wie keine Polizeizone am Blitzmarathon teilnimmt, rücken mehrere Polizeizonen in Limburg und im Kempenland bis Samstag, 6 Uhr in der Frühe, massiv aus, um Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. In Ostflandern, in der Region um Gent zum Beispiel, lassen einige Polizeizonen die Aktion wiederum an sich vorbeiziehen.

Vielerorts werden Gründe vorgeschoben, warum man nicht am Blitzmarathon teilnimmt. Da heißt es mal, dass eine Aktion zur Kontrolle des Tragens von Sicherheitsgurten zu viel Personal erfordert und andernorts habe man Kapazitätsprobleme, weil der zuständige Leiter des Tempokontroll-Einheiten in Urlaub sei. Manche eigentlich arbeitswillige Einheit kann zum Blitzmarathon nicht ausrücken, weil doch zu viele Beamte dem Streikaufruf gefolgt sind.

In Wallonien wird in den Provinzen Hennegau, Wallonisch-Brabant und Luxemburg „marathon-mäßig“ geblitzt. In der Provinz Lüttich jedoch wird eher Dienst nach Vorschrift geschoben.

Vor einem halben Jahr waren bei dieser Aktion gegen Raser in Belgien rund 15.000 Autofahrer dabei erwischt worden, als sie die geltenden Tempolimits missachtet hatten.