Spekulation um V-Zeichen bei Vereidigung

Haben die Politker der flämischen Regionalisten von der N-VA, Jan Jambon, Steven Vandeput und Theo Francken das V-Zeichen bei der Vereidigung am Samstagmorgen gezeigt oder nicht? Über diese Frage wurde vor allem in den sozialen Medien heftig diskutiert und spekuliert. "Das war keinesfalls Absicht", sagte Jambon dem privaten flämischen Sender "VTM" nach der Vereidigung.

Nach der Vereidigung von Premier Charles Michel (MR) und dem Minister für Arbeit, Wirtschaft und Verbraucher, Kris Peeters (CD&V) war der Innenminister, Jan Jambon von den flämischen Nationalisten N-VA an der Reihe, um den Eid vor dem König zu leisten.

Viele Beobachter haben in den beiden Fingern, die der Vizepremier hochhielt, sofort das V-Zeichen, also das Zeichen der N-VA für Veränderung gesehen. Ausgrechnet bei der Vereidigung des Verteidigungsministers und Ministers für Staatsbeamte, Steven Vandeput (N-VA), tauchte das V-Zeichen ebenfalls wieder auf. Und bei Theo Francken, dem Staatssekretär für Asyl und Migration (N-VA), war das gleiche Bild zu sehen. Nur der Finanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) hob die ganze Hand.

Jambon zufolge seien die zwei Finger gar nicht absichtlich als V-Zeichen gehoben worden. Es sei aber wohl explizit die Absicht gewesen, den Eid nur auf Niederländisch zu leisten.

Und warum haben dann Francken und Vandeput ein V gezeigt? War das auch reiner Zufall? "Sie dachten, dass ich das V-Zeichen hochgehalten habe und beschlossen darauf hin, dass sie dasselbe tun wollten. Aber nochmals: Das war ein Unfall, es war sicher keine Absicht. Ich will an meinem ersten Tag keinen Radau machen."