"Viele Veränderungen bei Verteidigung"

Der neue Verteidigungsminister Belgiens, Steven Vandeput, von den flämischen Regionalisten N-VA, sieht die Arbeit in seinem Ressort als besondere Herausforderung, weil in den kommenden Jahren dort viele Veränderungen anstehen würden.

Ganz oben auf der Liste steht der Ankauf von Ersatz für die Kampfflugzeuge F-16. Es sei der Ankauf des Jahrhunderts, sagt Vandeput selbst.

"Heute ist die Verteidigung eine Sache der Einreihung in internationale Koalitionen und Pläne. Dabei ist vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der Benelux-Länder wichtig. Auch wird die Europäische Union immer wichtiger. Hierfür will ich mich ganz besonders einsetzen", betont Vandeput.

Die pazifistische Bewegung Intal hat am Sonntag die militärische Herangehensweise an die Probleme und Herausforderungen in der Welt kritisiert. Diese Herangehensweise fände in der neuen Regierung Michel volle Unterstützung. "Das Abkommen der Regierung Michel zieht uns noch mehr in den Krieg mit hinein", heißt es in einer Pressemitteilung von Mario Franssen, dem Sprecher von Intal, eine Organisation, die sich als "internationale Solidaritätsbewegung" sieht.

Laut Intal, zeige sich eindeutig, dass alle Parteien der Regierungskoalition (N-VA, CD&V, Open-VLD und MR) "uns bereitwillig in den Krieg führen". Dies sei in dem Moment erfolgt, als sie für den Einsatz der belgischen F-16 Kampfflugzeuge im Irak stimmten, um den IS zu bekämpfen. Aus dem neuen Regierungsabkommen gehe hervor, dass sie die Verteidigungspolitik noch mehr in diese Richtung entwickeln lassen wollten, heißt es bei Intal noch.

Reform des Beamtenapparats

Steven Vandeput ist auch Minister für das Beamtenwesen und seine Aufgabe ist es, die Behörden zu reformieren.

"Ziel ist vor allem, dass die Beamten auf effiziente Art und Weise arbeiten können. Auf diese Weise kann man sich auf den Mehrwert der Behörden für die Bürger konzentrieren."

Vandeput, der sich übrigens in die ideologische Mitte der N-VA reihen lässt, betont weiter, dass er keine knallharten Sanierungen durchführen wolle: "Die Menschen brauchen keine Angst haben. Wir werden keine harten Sanierungen durchführen, sondern intelligenter arbeiten.