Asylbewerber sind gut am Arbeitsmarkt integriert

Nach einer Studie der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) und der frankophonen Freien Universität Brüssel (ULB) haben sich die meisten Asylbewerber gut im belgischen Arbeitsmarkt zurechtgefunden. Schon nach recht kurzer Zeit haben viele der Einwanderer einen Job gefunden.

Ein Großteil der Asylbewerber in Belgien ist nach einer recht kurzen Zeit der Anpassung gut am hiesigen Arbeitsmarkt integriert und ist zumeist wirtschaftlich aktiv, wie eine Studie der KU Leuven und der ULB belegt. Oft haben die Bewerber rasch die ausreichende Sprachenkenntnis und nach Ansicht der Wissenschaftler, die an der Studie beteiligt waren, sind viele von ihnen gut ausgebildet und haben große Chancen, auch hier eine Arbeitsstelle zu finden.

Zwei Zahlen sind hier aufschlussreich: 55 % der Asylsucher, die 2005 eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für unser Land erhielten, hatten nach spätestens zwei Jahren einen Arbeitsplatz. 2003 hatten lediglich 14 % der Asylbewerber in Belgien einen Job. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Asylsucher, die von Sozialhilfe lebten, von 80 % auf rund 30 %.

Die Universitätsstudie wiederlegt demnach das Klischee, dass Asylbewerber Untätig sind und nur der Gesellschaft auf der Tasche liegen. „Asylbewerber mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung in Belgien sind immer weniger von den Öffentlichen Sozialhilfezentren abhängig. Die Integration verläuft langsam, aber sie findet statt“, sagte Johan Wets von der Katholischen Universität Löwen dazu gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen.

Die Studie wurde auf Antrag des staatlichen belgischen Zentrums für Chancengleichheit und den Kampf gegen Rassismus in Auftrag gegeben.