Ebola: Brussels Airlines-Personal verunsichert

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat immer mehr Probleme damit, freiwillige Crews zu finden, die bereits sind, die Flüge zwischen Belgien und Westafrika zu übernehmen. Brussels Airlines selbst verteidigt diese Flüge und nennt humanitäre Erwägungen als Grund.

Unter anderem die liberale Gewerkschaft ACLVB hat Probleme mit der Haltung von Brussels Airlines und fordert ein vorläufiges Ende der Westafrikaflüge. Hier wirft man der Gewerkschaft vor, zu wenig zum Schutz des Personals zu tun und dies betreffe sowohl das Bordpersonal der Westafrika-Flüge, als auch das Bodenpersonal am Nationalflughafen Brussels Airport in Zaventem.

Es mangele nicht nur an Schutz für die Beschäftigten, sondern auch an Informationen um die Krankheit Ebola und den Umgang damit, wie ACLVB-Vertreter Thierry Voechelen am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion sagte: „Wir fordern sehr konkret ein Drehbuch und eine Informations-Kampagne, damit die Menschen vor Ort wissen was sie tun und damit sie wissen, was gefährlich ist und was nicht.“

Inzwischen macht sich laut ACLVB Unruhe in allen Bereichen breit: Beim fliegenden Personal und auch beim Bodenpersonal, wie unter anderen in der Gepäckabfertigung und im Catering: „Die Leute fragen sich z.B., ob es für sie ein Risiko darstellt, auch indirekt mit den Flügen in Kontakt zu kommen. Gibt es ein Risiko für uns oder nicht?“

Brussels Airlines setzt die Flüge in die betroffenen Gebiete in Westafrika aus humanitären Gründen fort. Wie die Airline erklärte, transportiere sie Ärzte und Medikamente in das Krisengebiet. Außerdem würden strikte Kontrollen durchgeführt. Es bestehe ein Plan für eine Vorgehensweise und dieser werde dem Personal noch vorgelegt.