Ein Indexsprung auch für die Politiker?

Nach Ansicht von Premierminister Charles Michel (MR, l.) und von Siegfried Bracke (N-VA, r.), der Vorsitzende der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments, sollen neben den Arbeitnehmern auch die Politiker eine Gehaltskürzung hinnehmen. In jedem Fall wird sich der Ministerrat der neuen belgischen Bundesregierung bald über diese Frage beugen.

Michel und Bracke äußerten sich zu diesem Thema gegenüber verschiedenen VRT-Sendungen. Der neue Premierminister sagte am Dienstagabend in der Magazinsendung „Terzake“, dass die Abgeordneten und die Regierungsmitglieder in den konnenden fünf Jahren weniger verdienen werden, auch wenn dies nicht so im Koalitionsvertrag aufgenommen worden ist, „aber, wir haben noch Handlungsspielraum für diese Art von Diskussionen innerhalb des Ministerrats. Was man von der Bevölkerung fordert, muss auch für die Politik gelten. Das ist logisch.“

In die gleiche Kerbe schlug der Vorsitzende der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments, Siegfried Bracke am Mittwochmorgen im VRT-Frühstücksradio „De ochtend“. Auch er ist der Ansicht, dass ein solches Signal in diesen Zeiten der Einsparungen ein gutes Zeichen setzen könne: „Es wäre ein schönes Signal, wenn die Abgeordneten auf einen Teil ihrer Bezüge verzichten würden. Aber, so etwas beschließt man in der Politik immer gemeinsam mit den anderen.“