Bald weniger Aufträge für Prinzessin Astrid

Prinzessin Astrid (Foto), die Schwester von König Philippe, muss sich jährlich nur noch für zwei Handelsmissionen aus Belgien im Ausland bereithalten. Nach dem die flämische Landesregierung einseitig ihre Aufträge halbiert hatte, folgen jetzt auch Wallonien und die Region Brüssel-Hauptstadt dieser Ansicht, wie mehrere Tageszeitungen am Donnerstag berichten.
BELGA/DESPLENTER

Im vergangenen Sommer hatte eine Entscheidung der neuen flämischen Landesregierung den Ausschlag gegeben.

Flandern wird in Zukunft nicht mehr vier, sondern nur noch zwei Begleitungen von Prinzessin Astrid bei Handelsmissionen der Länder und Regionen im Ausland finanzieren, wie die flämischen Tageszeitungen Gazet Van Antwerpen, Het Belang Van Limburg und Het Nieuwsblad in ihren Donnerstagsausgaben berichten.

Jetzt schließen sich Wallonien und die Region Brüssel-Hauptstadt der Entscheidung aus Flandern wohl oder übel an und so wird der Einsatz von Prinzessin Astrid nur noch zweimal auf Jahresebene gefragt sein, wie in der letzten Verwaltungsratssitzung der Agentur für Außenhandel beschlossen wurde.

Diese Agentur organisiert die Handelsmissionen von Bund und Ländern in Belgien im Ausland und hat dafür ein Jahresbudget von 5,5 Mio. € zur Verfügung. Die Hälfte dieser Summe finanziert der belgische Föderalstaat. Von den Ländern und Regionen trägt Flandern 1,6 Mio. € dazu bei, was doppelt so viel, wie die Summe aus der Wallonie und siebenmal so viel, wie der Betrag aus der Region Brüssel-Hauptstadt ist.