Theo Francken (N-VA) bietet Entschuldigung an

Theo Francken (N-VA - Foto), Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, hat zu Beginn des zweiten Debattentages zu den Vorhaben der neuen belgischen Bundesregierung im Parlament auf die Angriffe gegen seine Person bezüglich seiner Anwesenheit bei der Feier eines umstrittenen Ex-Kollaborateurs und nach einigen unpassenden Bemerkungen über Einwanderer Stellung bezogen.

Theo Franken von den flämischen Nationaldemokraten N-VA fand sich in den vergangenen Tagen in einem Sturm der Entrüstung wieder, als bekannt wurde, dass er an einer Geburtstagsfeier des umstrittenen Ex-Kollaborateurs Bob Maes (VU) teilgenommen hatte und dass er in mehreren älteren Emails und Posts auf Facebook über Homosexuelle herzog oder die Frage nach dem „wirtschaftlichen Mehrwert von Algeriern, Marokkanern und Kongolesen“ stellte. Gerade letzteres sorgte für Unmut, betrifft dies doch die Zuständigkeit Franckens als Staatssekretär für Asyl und Einwanderung.

Kurz bevor der Bereich Asyl und Einwanderung in der Ersten Kammer des belgischen Bundesparlaments zum Thema der Debatte zu den Beschlüssen der neuen Bundesregierung wurde, bot der N-VA-Politiker in einer kurzen Erklärung vor den Abgeordneten seine Entschuldigung an: „Ich begreife, dass ich damit Menschen verletzt habe. Das war nicht meine Absicht. Ich will mich hiermit aufrecht entschuldigen. Ich garantiere Ihnen, dass ich der Staatssekretär sein werde, der die Belange aller Einwohner verteidigen wird, mit großem Respekt vor einem jeden.“ Diese Entschuldigung wurde von den Mehrheitsparteien mit Applaus bedacht. Auf den Oppositionsbänken hingegen blieb es still.