Strom wird in den nächsten Jahren viel teurer

Die belgische Agentur für Wirtschaftsplanung, die unter anderem Studien und Prognosen für unsere Wirtschaft erstellt, schätzt, dass in den nächsten Jahren 62 Milliarden Euro in Elektrizitätswerke investiert werden müssen.

Der Grund für diese große Investitionssumme, die nötig wird, ist nicht, dass die Nachfrage nach Strom spektakulär steigt, sondern weil die alten Zentralen ersetzt werden müssen.

Jedes Jahr müssen mindestens drei neue Gaszentralen hinzukommen, sagt die Agentur für Wirtschaftsplanung. Das bedeutet aber auch, dass die Produktionskosten für Strom in den nächsten Jahren stark ansteigen werden. Bis 2030 wird mindestens mit einer Verdopplung der Preise gerechnet.

Danielle Devogelaer, Energieexpertin bei der belgischen Agentur für Wirtschaftsplanung, betonte gegenüber der VRT: „Das hängt mit den großen Investitionen für den Produktionspark zusammen, mit den Treibstoffkosten, also dem Preis von Erdgas. Dieser wird bis 2030 steigen. Aber nach 2030 werden wir erneut einen Rückgang dieser durchschnittlichen Produktionskosten sehen. Dann werden wir auch mehr erneuerbare Energiequellen haben, die keine Treibstoffkosten verschlingen. Die Produktionskosten wirken sich in der Tat auf den Verbraucherpreis aus.“