Ebola-Screening am Brüsseler Flughafen

Ab dem morgigen Montag werden alle Passagiere aus Ländern, in denen Ebola ausgebrochen ist, bei ihrer Ankunft am Brüsseler Flughafen in Zaventem systematisch darauf überprüft, ob sie Symptome der Krankheit aufweisen. Das Screening hat Premierminister Charles Michel im wallonischen Sender RTL angekündigt. Die Flughafengewerkschaften reagieren zufrieden.

Gesundheitsministerin Maggie De Block hatte am Freitag Tropenmedizinerin Erika Vlieghe zur nationalen Ebola-Koordinatorin berufen. Vlieghe besuchte am Samstag den Flughafen, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie dort mit der Gefährdung umgegangen wird. Sie wohnte der Ankunft eines Flugzeugs der belgischen Gesellschaft Brussels Airlines aus Guinea bei.

Brussels Airlines ist eine der wenigen europäischen Fluggesellschaften, die noch in die westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone fliegt. Die zuständigen Gewerkschaften des Flughafenpersonals hatten bereits seit Wochen ein systematisches Screening aller aus diesen Ländern in Zaventem eintreffenden Passagiere gefordert.

In Luxemburg kommen am Montag die EU-Außenminister zusammen, um sich auf gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen das tödliche Virus zu verständigen. Eine internationale Hilfsorganisation erklärte, Ebola drohe zur „größten humanitären Katastrophe unserer Generation zu werden“.

„Unruhe beim Personal wegnehmen“

Die Gewerkschaften von Brussels Airport reagieren zufrieden auf die Ankündigung des neuen belgischen Regierungschefs und Ebola-Koordinatorin. „Das kann bestimmt dazu beitragen, dass sich das Personal wieder sicherer fühlt“, so ein Gewerkschaftler.

Allerdings müsse genau geprüft werden, ob die angekündigten Maßnahmen und Prozeduren auch optimal greifen. Die Ebola-Koordinatorin will am Montag die Sozialpartner am Flughafen informieren.