Flanderns Gaststätten zu wenig kinderfreundlich?

Nach Ansicht des neuen flämischen Landesministers für Tourismus, Ben Weyts (N-VA) ist das Gaststättengewerbe in Flandern nicht besonders kindergerecht. „Haben sie schon mal eine Kinderecke in einer flämischen Gaststätte gesehen“, fragte Weyts jetzt rhetorisch dazu. Weyts plädiert im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse World Travel Market (WTM) für mehr kindgerechte Restaurants und Gaststätten.

Die Tourismusmesse World Travel Market findet in diesen Tagen in London statt. Anlässlich eines Empfangs für die Messeteilnehmer aus dem belgischen Bundesland Flandern stellte Tourismusminister Weyts fest, dass es im flämischen Gaststättengewerbe in dieser Hinsicht noch viel zu tun gebe: „Auf Ebene der Kinderfreundlichkeit haben wir noch alle Hände voll zu tun, zumal wir beobachten, dass der Trend von Großeltern, die mit ihren Enkelkindern Ausflüge machen, immer größer wird.“

Tourismusminister Weyts (kl. Foto) will weiter in den Fremdenverkehr investieren und da auch in seinem Einflussbereich Finanzknappheit herrsche, wolle er gezielt investieren: „Ich will auf unsere Trümpfe setzen und das sind u.a. das Andenken an den Ersten Weltkrieg, mit dem wir auch nach 2018 noch Touristen anlocken wollen, aber auch die flämischen Radsporthelden, die „Flandriens“, und nicht zuletzt auch unsere flämische Küche.“

Nirgendwo auf der Welt könne man so gut essen, wie in Flandern, so der flämische Nationaldemokrat und das sei nicht nur der Fall in den Sternerestaurants, sondern auch in den einfachen Brasserien: „Leider finden man Flandern aber nicht in der Top 10 der besten Küchen der Welt.“ Um das kulinarische Niveau im Land anzuheben will Ben Weyts, dass die Spitzenköche in Zukunft junge Nachwuchsköche coachen.