Heißer Herbst in Belgien: “Jetzt geht‘s los!”

Am ersten offiziellen Arbeitstag im diesem Monat November starteten die Gewerkschaften im Land ihre Aktionen gegen die Sparbeschlüsse der neuen belgischen Mitte-Rechts-Regierung von Premier Charles Michel (MR). In allen Sektoren wurde zu Arbeitsunterbrechungen aufgerufen und am kommenden Donnerstag findet in Brüssel eine nationale Demonstration statt.

Vor dieser Großdemo am Donnerstag in den Straßen der belgischen Hauptstadt wollten die Gewerkschaften die Arbeitnehmer im ganzen Land mobilisieren. Seit Montagmorgen wurden Infoblätter und Flyer verteilt und zwar in Bahnhöfen, wo die Pendler angesprochen wurden, vor Ämtern und Behörden - eigentlich überall, wo gearbeitet wird.

Und überall drohten an diesem Montag kurzzeitige Arbeitsunterbrechungen, während denen sich die Gewerkschaftsdelegierten die Zeit nehmen wollen, die Belegschaften auf die Großdemo am Donnerstag vorzubereiten.

Nationale Demonstration

An diesem Montag erfolgte also der Startschuss der Gewerkschaften in Belgien gegen die Sparpläne der neuen belgischen Bundesregierung, sprich der Auftakt zum „Heißen Herbst“. In den kommenden beiden Monaten werden Streiks, Arbeitsunterbrechungen, Demonstrationen und Aktionen anderer Art stattfinden. Im Prinzip, so die Gewerkschaften, ist ab diesem Montag alles zu jeder Zeit möglich.

Ein erster Höhepunkt ist die nationale Demonstration, zu der die Gewerkschaften aufrufen. Auch andere gesellschaftliche Gruppen beraten in diesen Tagen ob und wie sie am Donnerstag bei der Demonstration dabei sein werden. Darunter sind Pfadfindergruppen ebenso vertreten, wie die Kulturwelt und die Studentenschaft.