Unamic/HCN streicht mehr als 200 Stellen

Bei Unamic/HCM in Löwen (Flämisch-Brabant) sollen über 200 Arbeitsplätze gestrichen werden, wie die Direktion dem Personal im Rahmen einer außergewöhnlichen Betriebsratssitzung mitgeteilt. Unamic/HCN plant die Schließung der Abteilung customer care nach dem Wegfall des wichtigsten Kunden in diesem Bereich.

Grund für den Personalabbau ist der Verlust des größten Kunden von Unamic/HCN, das italienische Energieunternehmen Eni. Unamic/HCN war bisher für die Kundenbetreuung bei Eni zuständig. Der Vertrag zwischen dem Energieunternehmen und dem Löwener Dienstleister beläuft sich auf 75 % des Umsatzes der Abteilung customer care und läuft Ende nächstes Jahr aus. Rund 80 % des Gesamtumsatzes von Unamic/HCN wird über die Abteilung customer care generiert.

Von dem Vorgang sind 213 Mitarbeiter bei Unamic/HCN betroffen. Der Löwener Dienstleister gab an, dass Eni ihre Kunden von einem Unternehmen in einem „Billiglohnland“ betreuen lassen wolle. Dieser Konkurrent ist ein tunesisches Unternehmen. Insgesamt arbeiten bei Unamic/HCN in Löwen 250 Beschäftigte. Derzeit planen das Unternehmen und die Gewerkschaften entsprechende Sozialverhandlungen. Gleichzeitig soll aber auch nach neuen Kunden gesucht werden.

Xerox-Tochter

Unamic/HCN wurde erst 2009 gegründet und schon 2011 von Xerox übernommen. Das Unternehmen wird eingeschaltet, um für andere Firmen Kontakt zu Kunden aufrecht zu erhalten. Unamic/HCN betreibt auch Filialen in den Niederlanden, in Surinam und in der Türkei. Neben customer care gehören zu Unamic/HCN auch die Bereiche it-outsourcing und consultancy.