Einreiseverbot für einen Imam aus Kuweit

Belgiens neuer Innenminister Jan Jambon (N-VA) lässt Imam Tareq al-Suwaidan (rechts im Bild) aus Kuwait nicht einreisen. Der umstrittene Prediger sollte eigentlich in dieser Woche in Brüssel vor Gläubigen auftreten, doch er gilt als radikaler Islamist und ausgesprochener Antisemit.

Innenminister Jambon begründet das Einreiseverbot für Imam Tareq al-Suwaidan damit, dass dessen Auftritte vor Moslems in Belgien eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen können. Tareq al-Suwaidan ist der Führer der Moslembrüder in seinem Heimatland Kuweit.

Am Freitag beginnt in der belgischen Hauptstadt Brüssel die Moslem-Messe, bei der der kuweitische Imam sprechen sollte, doch im vergangenen Sommer äußerte al-Suwaidan einige bedenkliche Bemerkungen gegenüber dem Judentum, in denen es unter anderem darum ging, dieses „von der Erdoberfläche wegzufegen.“

Danach hatten sogar die Veranstalter der Brüsseler Moslem-Messe ihre Bedenken, doch nach Entschuldigungen des Imams schien die Sache beigelegt. Doch in den Augen der neuen belgischen Bundesregierung und des Brüsseler Bürgermeisters ist Imam Tareq al-Suwaidan in unserem Land unerwünscht.

Innenminister Jambon beruft sich bei seinem Einreiseverbot für den islamistischen Prediger u.a. auf Analysen des Koordinations-Organs für Bedrohungsanalyse (OCAD) und auf Recherchen der belgischen Sicherheitsdienste.