Flandern: Strom und Wasser werden noch teurer

Die Strom- und Wasserrechnungen werden im belgischen Bundesland Flandern teurer, als bisher erwartet. Durch die hohen Zuschüsse für umweltfreundliche Energie ist ein Finanzloch entstanden, dass gedichtet werden muss und in die Wasserrechnungen werden Abgaben auf Landes- und Kommunalebene verrechnet.

Die flämische Landesregierung lässt die Verbraucher im Land mehr für ihr Leitungswasser bezahlen, doch daraus resultiert auch, dass Städte und Gemeinden dies ebenfalls tun, weil deren Wasserrechnungen in Richtung Land selbst steigen. Dabei geht es vor allem um die Finanzierung der Sanierung der Infrastruktur und der Abwässer. So entstehen auf Jahresbasis Mehrkosten von rund 58 Mio. €, die an die Verbraucher in Flandern weitergereicht werden.

Doch diese Summe ist im Vergleich mit dem, was auf die Stromrechnung zukommt, ein Klacks. Nach Feststellung von Flanderns Landesenergieministerin Annemie Turtelboom (Open VLD - kl. Foto) ist der Impakt der „Übersubventionierung“ von grünem Strom in der Vergangenheit nicht einfach wegzuzaubern. Im flämischen Landesparlament sagte sie, dass das so entstandene Finanzloch von 1,7 Mia. € nicht abgebaut werden könne, ohne dass das jemals spürt.

Die Zahlen sind offenbar noch nicht definitiv, doch schon vorher wurde klar, dass die Stromrechnungen in Flandern durchschnittlich um rund 30 % steigen werden. „Das bedeutet für einige Leute, dass das 15 % sind aber für andere wird das viel mehr“, so Ministerin Turtelboom dazu.