Riesenhai vor belgischer Nordseeküste aufgetaucht

Während einer Vogelzählung des Instituts für Natur und Wald (INBO) an der belgischen Nordseeküste, bei der es um Seevögel ging, ist ein Riesenhai entdeckt worden. Dieser Riesenhai tauchte vor der Sandbank Oosthinder auf. Ein solcher Hai ist in belgischen Gewässern eigentlich eine Seltenheit.

Mitarbeiter des Instituts für Natur und Wald (INBO) waren in der vergangenen Woche an Bord des Forschungsschiffs „Simon Stevin“ vor der belgischen Nordseeküste unterwegs, um dort Vogelzählungen durchzuführen, als sie Zeugen einer seltenen Naturerscheinung wurden. Ein riesiger dunkler Fisch, der in der Nähe des Schiffs auftauchte, entpuppte sich als Riesenhai. Die Fotos, die von diesem Riesenhai gemacht wurden, analysierte das Flämische Meeresinstitut und stellte fest, dass es sich vermutlich um ein etwa 4 m langes Weibchen gehandelt haben muss.

Riesenhaie kommen sowohl in polaren, als auch in gemäßigten Klimazonen vor und legen oft große Strecken zurück. In der Nordsee sind sie eher selten zu sehen. In den vergangenen fünf Jahren, so das Flämische Meeresinstitut, seien vielleicht vier oder fünf Riesenhaie bemerkt worden. Ob dies ein Trend ist, lässt das Institut offen, doch in erster Linie werden Riesenhaie von Futter - Plankton, dass sie über das weit geöffnete Maul filtern - angezogen. Ob diese, weil zahnlos, völlig ungefährlichen Riesenhaie in belgischen Gewässern besonders qualitatives Plankton finden, sei dahingestellt.