Ausschreitungen mit Verletzten und Sachschaden

Mit Wasserwerfer und Tränengas hat die Polizei mehrere hundert Hitzköpfe bei der nationalen Protestkundgebung am Brüsseler Südbahnhof vertrieben. Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Polizisten und Demonstranten verletzt. In der Brüsseler Innenstadt ist auch viel Sachschaden entstanden.

Dem Roten Kreuz zufolge sind 21 Personen leicht verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Rund 200 Hitzköpfe

Die Ausschreitungen brachen bei der Auflösung der Kundgebung am Südbahnhof aus. Mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesteckt. Stadtmobiliar und Schaufenster kamen bei den Tumulten zu Bruch. An der Hallepoort bekugleten Hitzköpfe den Hauptsitz der belgischen Bahn mit Steinen.

Eine Gruppe Demonstranten besetzte auch eine Zeit lang den Sitz des belgischen Arbeitgeberverbandes. Dabei blieb es beim Skandieren von  Parolen.

Der Polizei zufolge war eine kleine Gruppe Demonstranten zum Schluss auf Randale aus. Der Bürgermeister von Brüssel, Yvan Mayeur (PS) twitterte, ca. 200 Antwerpener Hafenarbeiter seien für die Ausschreitungen verantwortlich.

Infiltranten?

Da die Polizei die Kontrolle über die Randalierer zu verlieren und die Lage weiter zu eskalieren drohte, setzten die Ordnungskräfte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Bei den Zusammenstößen fielen auf beiden Seiten Leichtverletzte. 14 Personen wurden in die örtlichen Krankenhäuser eingeliefert.

Die sozialistische Gewerkschaft ABVV sagt, dass sich externe Hooligans unter die Antwerpener Hafenarbeiter gemischt hätten und diese sich von der Polizei in ein Katz-und-Maus-Spiel hätten locken lassen.

Wir wissen nicht, wer unsere Organisation infiltriert hat, heißt es bei der ABVV, wir vermuten Hooligans, die nur auf Randale aus sind.

Gewerkschaftsboss Rudy De Leeuw bedauerte, dass Außenstehende auf diese Weise versuchen würden, den Erfolg dieser historischen Kundgebung zu sabotieren.