Großes Stromsparen: Keine Weihnachtsbeleuchtung in flämischen Gemeinden?

Die Mehrzahl der flämischen Gemeinden ist gut auf mögliche Stromunterbrechungen für diesen Winter vorbereitet. Das geht aus einer Umfrage des Regionalradios der VRT, Radio 2, hervor. Die Stromunterbrechungen sind im Rahmen eines Abschaltplans vorgesehen.

Insgesamt müssen 221 von 308 Gemeinden mit einem Stromausfall rechnen. Sie sind im Abschaltplan aufgeführt. 95 Prozent davon haben einen Notstands- und Interventionsplan erarbeitet und bereits vorliegen. Auch Gemeinden, die nicht im Abschaltplan aufgeführt sind, wollen solidarisch sein und ebenfalls weniger Strom verbrauchen, indem sie die Thermostate in den Schwimmbädern und Rathäusern ein bisschen herunterdrehen, die Weihnachtsbeleuchtung dimmen oder ganz weglassen.

Doch allein mit dem Weglassen der Weihnachtsbeleuchtung ist es natürlich nicht getan. Ein Drittel der Gemeinden, die auf dem Abschaltplan stehen, haben vor allem Angst davor, dass auf der Straße das Chaos ausbrechen könnte. Was passiert zum Beispiel wenn die Eisenbahnübergänge zu sind und der Strom ausfällt? Bleiben sie dann geschlossen? Werden Brücken über Kanälen offen gelassen? Außerdem haben die Gemeinden offenbar auch Angst davor, dass Diebe die Situation ausnutzen könnten. Und dann bekommt man zum Beispiel den Rat des Bürgermeisters, im Haus eine Taschenlampe anzuknipsen und damit herumzulaufen, so dass Diebe sehen können, dass jemand zu Hause ist.