B-Fast mit mobilem Ebola-Labor nach Guinea

Das Notfallteam der belgischen Armee, B-Fast (Archivfoto), macht sich in Kürze mit einem mobilen Ebola-Labor auf den Weg nach Guinea, um dort bei der Bekämpfung der Krankheit zu helfen. Belgiens neuer Verteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA) kündigte im Parlament an, dass ein achtköpfiges Team abreist, sobald die französische Armee, die bereits vor Ort ist, dessen Sicherheit garantieren kann.

Verteidigungsminister Vandeput und Bundesaußenminister Didier Reynders haben gegenüber dem Gesundheitsausschuss des belgischen Bundesparlaments zu erkennen, dass ein Einsatz, wie dieser gegen Ebola, nicht zu den Kernaufgaben von B-Fast gehören würde. Doch gerade diese Einheit könne besonders schnell reagieren und an Bord einer C-130 Transportmaschine sei der Einsatz schnell zu bewerkstelligen.

Konkret handelt es sich bei dem Labor um ein leichtes und mobil einsetzbares Labor vom Typ B-Life der belgischen Armee, das gemeinsam mit der Katholischen Universität von Louvain-La-Neuve, UCL, (Prov. Wallonisch-Brabant) entwickelt wurde. Das B-Fast-Team soll zwei Monate lang vor Ort bleiben. Das mobile Labor allerdings könne nach dem B-Fast-Einsatz auch an andere Hilfsorganisationen verliehen werden, hieß es dazu weiter.

Das Team besteht aus acht Personen, worunter ein Facharzt für Infektionskrankheiten und einige Krankenpfleger. Vor der Abreise des B-Fast-Teams nach Guinea muss allerdings noch deren körperliche Sicherheit garantiert werden (viele Menschen in den von Ebola heimgesuchten Ländern in Westafrika glauben, dass Hilfsorganisationen aus der westlichen Welt die Seuche Seuche eingeschleppt haben) und es sollen noch Evakuierungspläne ausgearbeitet werden, für den Fall einer Ebola-Absteckung. Mit diesen Themen beschäftigen, sich zur Stunde Vertreter der Armeen Belgiens und Frankreichs.