EU stellt fest: Die Belgier sparen weniger

Nach Meldungen der belgischen Wirtschaftszeitungen De Tijd und L’Echo legen die Belgier nicht mehr so viel Geld auf die Seite, wie in früheren Jahren. Ein belgischer Durchschnittshaushalt überweist heute nur noch 13,4 % des monatlichen Einkommens auf ein Sparkonto oder in eine Anlage. Dies ist der niedrigste Wert, der in Belgien bisher ermittelt wurde.

Die Europäische Kommission hat das Sparverhalten der Bürger in der Union statistisch erfasst und dabei festgestellt, dass die Menschen in Belgien weniger sparen, denn je. In diesem Jahr betrugen die monatlichen Spareinlagen eines durchschnittlichen Haushalts nur 13,4 % des Gesamteinkommens.

Das ist der niedrigste Wert, der in unserem Land bisher jemals erfasst werden konnte. Doch das war noch nicht alles. De Tijd und L’Echo stellten in ihrer Analyse der entsprechenden EU-Statistik fest, dass sich dieser Trend in Belgien weiter fortsetzt, denn laut EU sparen die Belgier im kommenden Jahr noch weniger Geld von ihrem Einkommen, nämlich nur noch 13,3 %.

Fachleute gehen davon aus, dass dieser Trend zwei Gründe haben könnte: Zum einen liegen die Zinssätze der belgischen Banken derzeit so niedrig, dass sich sparen offenbar nicht mehr lohnt und zum anderen steigen die Löhne und Gehälter in unserem Land derzeit kaum noch, so dass am Ende eines Monats nicht mehr viel Geld vorhanden ist, um noch etwas auf die hohe Kante zu legen.