Armee: bald zu klein für so viele Flugzeuge

Angesichts der schweren Haushaltskürzungen bei der belgischen Armee hat diese zu viele und zu große Frachtflugzeuge bestellt. Für den Austausch der F-16-Kampfjets sind die Mittel knapp geworden. Innerhalb der kommenden 5 Jahre soll das Armeebudget um 1,55 Milliarden Euro saniert werden.

Wie die neue rechtsliberale Regierung die angekündigten Streichungen bei der Armee vornehmen will, steht noch in den Sternen. Einen Abbau von Personal werden die Sanierer jedoch nicht vermeiden können.

Experten zufolge soll die Truppenstärke um ein Drittel gekürzt und die Armee schlussendlich 20.000-25.000 Mann zählen.

Personaleinschränkungen haben auch Konsequenzen für den Betrieb und die Bestellungen: Als die Luftwaffe 2001 sieben neue Frachtflugzeuge bestellte, ging die Armeeführung noch von einer Truppenstärke von 47.000 Mann aus.

"Unsere Verteidigung ist wie die Feuerversicherung ..."

"... Alle finden sie zu teuer, aber man braucht sie trotzdem", so die Reaktion eines Militärexperten. 

Zu viele und zu große Flugzeuge für die künftige belgische Armee, die außerdem teurer im Betrieb und in der Wartung sind als die ausgedienten C-130-Frachtflugzeuge.

Die Zeitung De Morgen schreibt, dass man in Militärkreisen gegenwärtig untersuche, ob man einen Teil der nichtmilitärischen Aufgaben nicht an einen privaten Zulieferer vergeben könnte. Gedacht wird dabei an das Militärkrankenhaus von Neder-over-Hembeek und die Rettungshubschrauber in Koksijde. In der Regierungserklärung steht auch, dass alle Funktionen, die keine militärische Expertise verlangen, an externe Partner gehen.