Flanderns Unternehmer weniger optimistisch

Die flämischen Unternehmer sind weniger optimistisch als noch im Frühjahr 2014. Das belegt die sechsmonatliche Konjunkturumfrage des Unternehmerverbandes VOKA. Über 1.600 Betriebe beteiligten sich an der Umfrage. Auch wenn sie global etwas pessimistischer sind, gehen sie davon aus, dass Personalneueinstellungen und Investitionen auf demselben Niveau bleiben werden, wie noch vor sechs Monaten.

Die Konjunkturumfrage wurde schon zum dritten Mal organisiert. Im Vergleich zur letzten Umfrage ist die Stimmung deutlich weniger positiv, so Stijn Decock, Chef-Ökonom von VOKA. „Im Frühjahr rechnete noch 44 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der Auftragslage und einer Steigerung der Produktion. Nun glaubt nur noch 35,1 Prozent, dass die Produktion steigen wird, und 33,9 Prozent rechnet noch mit einer Verbesserung der Auftragslage während der kommenden sechs Monate.“

Trotz der verschlechterten Konjunktureinschätzung wollen die Betriebe zusätzliches Personal einstellen und weiter investieren. „Ein Viertel der Unternehmen geht, genau wie im vergangenen Frühjahr, von Personalneueinstellungen aus“, erklärt Decock. „Allerdings rechnen etwas mehr Betriebe – 15,7 Prozent – mit Entlassungen. Im Frühjahr waren es 11,3 Prozent. Doch gehen 23 Prozent der Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen möchten, davon aus, dass es schwieriger wird qualifiziertes Personal zu finden.“

Trotz der verschlechterten Konjunkturerwartungen bleibt die Investitionsbereitschaft bei 35 Prozent der Betriebe gleich hoch. Am wenigsten optimistisch ist laut Umfrage die Exportwirtschaft.