Gemeinsame Kultur-Konferenz in Brüssel

Joëlle Milquet (CDH) (großes Foto), die Kulturministerin der Französischsprachigen Gemeinschaft, reagiert positiv auf den Vorschlag ihres flämischen Kollegen, Sven Gatz (Open VLD), eine Rundtischkonferenz über Kultur in Brüssel zu veranstalten. Die Befugnisse auf dem Gebiet der Kultur in Brüssel seien zu sehr auf die verschiedenen Politikebenen verteilt, erklärt Milquet in der französischsprachigen Zeitung Le Soir.
Nicolas Lambert

Eine Zusammenarbeit der verschiedenen Politikebenen werde den Kultursektor in Brüssel stärken. Außerdem sei eine Zusammenarbeit für die Ausstrahlung der Hauptstadt Belgiens wichtig, sagte Milquet.

Sven Gatz (kleines Foto im Text) verkündete an diesem Wochenende, dass die Konferenz im Frühjahr in Brüssel und mit allen befugten Ministern stattfinden solle. Ziel sei, eine Übersicht von allen Kulturakteuren, Kunstsammlungen und finanziellen Beiträgen der verschiedenen Ebenen zu erstellen.

Gatz und Milquet hatten zuvor bereits zusammengesessen. Außerdem gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen der flämischen und französischsprachigen Gemeinschaft auf dem Gebiet der Kultur.

"Um diesen umzusetzen, wollen wir einen Haushalt für gemeinsame Initiativen mit Zukunft einrichten. Jede Gemeinschaft soll zu gleichen Teilen finanziell dazu beitragen", sagte Milquet. Die nächste Sitzung mit beiden Ministern findet am 8. Dezember statt.

Auch die 19 Brüsseler Gemeinden, die Region Brüssel Hauptstadt und die föderale Ebene sollen mitmachen, meint Milquet. Mit dem Kultursektor selbst sei bereits überlegt worden, heißt es. Am 5. Dezember trifft Milquet den Dachverband Réseau des Arts in Brüssel und Anfang Januar das niederländischsprachige Pendant Brussels Kunstenoverleg.

Jonas Roosens