"Carrefour" will in Belgien wieder expandieren

Die französische Warenhauskette "Carrefour" sieht trotz starker Konkurrenz und allgemeinen wirtschaftlichen Problemen im Bereich Einzelhandel in Belgien Möglichkeiten, zu investieren und zu expandieren. Bis zu sechs zusätzliche Hyper- und Supermärkte will "Carrefour" in absehbarer Zeit in Belgien eröffnen.

Noch gut in Erinnerung ist in Sachen „Carrefour“ in Belgien das Jahr 2010. Damals schloss die französische Warenhauskette 11 Märkte in Belgien, wobei viele Arbeitsplätze wegfielen. Weitere 16 Standorte wurden an Konkurrenten, wie Match, abgegeben.

Die damalige umfassende Umstrukturierung ist gerade verdaut, da meldet „Carrefour“ Expansionspläne in unserem Land an. Vier bis sechs neue Super- oder Hypermärkte könne Belgien noch gebrauchen, hieß es bei „Carrefour“ und nach Meldungen der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd und der Tageszeitung Het Laatste Nieuws sollen diese Märkte schon bald errichtet werden.

Das mag überraschen, denn gerade im Bereich Einzelhandel liegt in Belgien einiges im Argen. Der Wettbewerbsdruck ist hoch, denn in den vergangenen Jahren sind überall zusätzliche Super- und Citymärkte aller in unserem Land aktiven Ketten entstanden, die sich gegenseitig Konkurrenz machen. Und nicht zuletzt läuft die Warenhauskette Delhaize am Stock und plant die Schließung von Standorten und Vertriebslagern sowie den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen.

Doch eine Sprecherin von „Carrefour“ in Belgien gab gegenüber den Medien an, das Unternehmen sei heute wieder gesund, die Kundschaft nehme zu und die Umsätze würden wieder steigen. Jetzt könne man auch wieder an Wachstum und Investitionen denken.