KBC darf wieder als vollwertige Bank auftreten

Seit diesem 19. November 2014 darf sich die belgische All-Finanzgruppe KBC wieder als vollwertige Bank präsentieren. Dies hat zur Folge, dass die KBC auch wieder in den Wettbewerb eintreten darf, wozu auch Übernahmen gehören. Die Einschränkungen, die die EU 2009 im Zuge der Bankenkrise und von staatlichen Zuschüssen gegen die KBC verhängte, fallen mit sofortiger Wirkung weg.

Die seit 2009 geltenden Einschränkungen der Europäischen Union sind in dem Moment verfallen, als die All-Finanzgruppe den Verkauf ihrer Tochter KBC Bank Deutschland abrunden konnte.

Bei der KBC selber hieß es dazu, dass man vollständig und korrekt allen Bedingungen der EU-Kommission entsprochen habe. Alle strukturellen Maßnahmen, z.B. der Verkauf der KBC Bank Deutschland und das weitere Abstoßen von Aktiva, haben dazu geführt, dass die KBC-Gruppe jetzt wieder als vollwertige Bank auftreten kann.

Bis 2017, also drei Jahre früher als von der EU gefordert, wird die KBC auch ihre von der flämischen Landesregierung erhaltenen Zuschüsse über 2 Mia. € plus einer entsprechenden Strafe von 1 Mia. € zurückgezahlt haben. Die staatlichen Zuschüsse zahlte die KBC bereits 2012 inklusive einer Strafprämie zurück.

BELGA/WARNAND

Eine neue KBC-Marke?

Die KBC-Gruppe plant die Lancierung einer neuen Marke. Diese soll KBC Brussels heißen und dieser neue Name soll englisch ausgesprochen werden. KBC Brussels soll für eine kosmopolitische Bank stehen, die in der belgischen und europäischen Hauptstadt auch ausländische Kunden ansprechen soll.

Hierbei gehen die KBC, die sich vor allem an flämische Kunden in und aus Brüssel richtet, und die CBC, die in erster Linie Private Banking-Kunden anspricht, Hand in Hand. Umsetzen soll dies nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung de Morgen der 44 Jahre alte Manager Damien Van Renterghem, der vorher im Bereich Private Banking bei BNP Paribas Fortis Direktor war.