Belgisches Glockenspiel wird UNESCO-Weltkulturerbe

Die UN-Kulturorganisation UNESCO erkennt das Glockenspiel in Belgien als beste Praxis zum Schutz immateriellen Kulturerbes an. Das haben der flämische Kulturminister Sven Gatz (Open VLD) und die wallonische Kulturministerin Joëlle Milquet (CDH) am Dienstag bekannt gegeben.

Das Glockenspiel ist um 1500 in den südlichen Niederlanden entstanden und ist das älteste musikalische Massenkommunikationsmittel in der Geschichte. Heute ist das Glockenspiel das größte Musikinstrument der Welt.

Die Auszeichnung umfasst sowohl das Glockenspielrepertoire, die Ausbildung und Konzerttraditionen, als auch Geschichten zur Musik des Glockenspiels.

UNESCO ehrt die jahrelangen Erfahrungen und Veranstaltungen zur Übertragung und Weiterentwicklung der Glockenspielkultur. Die Organisation bezeichnet sie als "ein Beispiel für das Kulturerbe von Gemeinschaften überall auf der Welt".

"Die Musik des Glockenspiels verleiht unseren Städten schon seit fünf Jahrhunderten eine einzigartige Atmosphäre", betont Sven Gatz, der flämische Kulturminister. "Unesco erkennt die Kreativität von Glockenspielern und anderen Personen an, die dazu beitragen, dass diese Kulturform auch in der heutigen Lokalgesellschaft lebt."

Der Antrag aus Belgien war der einzige, der beim strengen Auswahlverfahren des 'Intergovernmental Committee for the Safeguarding of the Intangible Cultural Heritage' von UNESCO erfolgreich war. Der Ausschuss tagt vom 24. bis 28. November unter dem Vorsitz von Peru in Paris.