Bischof will Rom gegen pädophilen Priester wachrütteln

Der Genter Bischof, Luc Van Looy, will in Rom auf Maßnahmen gegen einen pensionierten Pfarrer drängen. Der Pfarrer hat in den 80er Jahren Kinder im Kongo und in Belgien mißbraucht.

Das Bistum hatte dem Pfarrer danach verboten, noch einmal nach Afrika zu reisen. Der Mann hielt sich jedoch nicht an das Verbot und richtete einen Verein ohne Erwerbszweck für Waisenkinder in Ruanda ein. Bischof Van Looy ist derzeit in Rom und will dort erneut auf den Fall aufmerksam machen.

Langsam fühlt sich der Bischof jedoch offenbar machtlos: "Wir haben ihm jetzt also erneut formell das Verbot angetragen. Wir haben auch den Verein ohne Erwerbszweck über das Verbot in Kenntnis gesetzt, so dass sie auch Bescheid wissen. Wir haben daraufhin erneut die Staatsanwaltschaft und die Kongregation der Religionen .....unterrichtet. Ich sagte noch, dass ich denke, dass wir so weit wie möglich gegangen sind und dass wir, wenn wir dort Ohnmacht spüren, diese überwinden müssen."

Ein westflämischer Pfarrer, der in Brasilien mit Straßenkindern arbeitete, ist wieder in Belgien. Der Brügger Bischof De Kesel rief ihn zurück, nachdem bekannt geworden war, dass der Mann in den 80er Jahren zwei Jungen in einer Schule missbraucht hatte. Die Taten sind zwar verjährt, aber der Mann ist für die Dauer der Ermittlungen seines Amtes entbunden worden.