Bei der Heimpflege wird häufig geschummelt

Die nationale belgische Kranken- und Invaliditätsversicherung LIKIV will ihre Kontrollen der ihr angeschlossenen Heimpflegedienste verschärfen. Grund für dieses Vorhaben ist die Feststellung, dass es sich bei vier von 10 Betrugsfällen, die LIKIV schaden, um Probleme mit Heimpflegediensten handelt.

Die Kranken- und Invaliditätsversicherung LIKIV musste feststellen, dass einige ihr angeschlossene Heimpflegedienste unrealistisch hohe Vergütungen abrechnen. Die Kasse erreichten Rechnungen in Höhe von bis zu 200.000 €, die nicht nachvollziehbar waren. Einige Pfleger hätten demnach das ganz Jahr lang täglich bis zu 50 Pflegebedürftige zuhause besuchen müssen.

Heimpflegedienste, aber auch für solche Unternehmen tätige Alten- oder Krankenpfleger, rechnen offenbar systematisch geleistete Stunden oder Pflegebesuche ab, die so niemals geleistet wurden. Betroffen sollen bis zu 140 Pfleger sein, was etwa 3 % der Mitarbeiter der zulässigen und für die Kasse tätigen Diensten sind. Derart alarmiert kündigte LIKIV jetzt systematisch durchgeführte Kontrollen an, wie die flämische Tageszeitung De Standaard am Mittwoch dazu meldete.