Flandern lehnt Übernahme von Ford-Betriebsteilen ab

Die flämische Landesregierung hat das Angebot des Unternehmens Punch Metals, das Presswerk des bald schließenden Ford-Werks in Genk in der Provinz Limburg zu übernehmen, abgelehnt. Dies war das einzige übrig gebliebene Übernahmeangebot für einen Betriebsteil von Ford.

Eventuelle Übernahmen von Betriebsteilen des bald schließenden Ford-Werks im limburgischen Genk werden in einer von der flämischen Landesregierung geleiteten Arbeitsgruppe bewertet und besprochen. Innerhalb dieser Arbeitsgruppe war keine der anwesenden Parteien dazu bereit, auf das Übernahmeangebot von Punch Metals für das Presswerk der Montagefabrik einzugehen.

Landeswirtschaftsminister Philippe Muyters (N-VA - Foto) erläuterte die Ablehnung gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion: „Es bleiben Fragen sowohl zur Finanzierung der Übernahme, als auch zur langfristigen Garantie, die mit zu übernehmenden Arbeiter weiter beschäftigen zu können. Wir wollen den Leuten vor allem nichts vormachen. Wir haben nichts davon, wenn wir in einem Jahr oder in zwei Jahren feststellen müssen, dass Leute, die jetzt bleiben können, doch entlassen werden.“

Punch Metals wollte bis zu 250 Mitarbeiter aus dem Pressewerk von Ford in Genk übernehmen. Der definitive Beschluss zum Übernahmeangebot von Punch Metals fällt am Freitag. In drei Wochen laufen die letzten Neuwagen in Genk vom Band. Zwei davon werden karitativen Einrichtungen in der Provinz Limburg gespendet.