Hartnäckige Verkehrssünder ins Gefängnis?

Wer immer wieder von der Polizei erwischt wird, weil er oder sie zu schnell fährt oder zu tief ins Glas geschaut hat und dazu noch uneinsichtig bleibt, bei dem wirken die derzeitigen Strafen wie Führerscheinentzug und der sogenannte Idiotentest nicht. Deshalb fordert der Brügger Polizeirichter Peter Vandamme: “Steckt die Verkehrsrowdies acht Tage in den Knast. Das wird sie schon zum Nachdenken bewegen.”

„Menschen die sturzbesoffen rumfahren, benutzen ihren Wagen nicht als Transportmittel, sondern als Waffe“, erklärt der Polizeirichter in der Samstagsausgabe der flämischen Zeitung ‚De Standaard‘.

Jährlich sterben in Flandern 384 Menschen im Verkehr und das sind viel zu viele, so Vandamme. Als einen der Hauptschuldigen sieht er im Alkohol am Steuer. „Es gibt eine Kategorie von Menschen, denen Verkehrssicherheit völlig egal ist. Vor kurzem musste ich über einen Autofahrer urteilen, der in der Vergangenheit bereits betrunken einen tödlichen Unfall verursacht hatte und dafür verurteilt worden war. Jetzt war er an ungefähr derselben Stelle wieder mit Alkohol am Steuer erwischt worden. Diese Kategorie Menschen muss härter bestraft werden.“

Der Brügger Polizeirichter hat schon öfters die Autos von Mehrfachtätern beschlagnahmen lassen. Jetzt schlägt er vor: „Steckt unbelehrbare Straßenpiraten acht Tage ins Gefängnis, setzt sie auf Wasser und Brot. Ich bin überzeugt, dass eine solche Schocktherapie sie zum Nachdenken bringt.“

„Es stimmt, dass die Toleranz gegenüber Alkohol am Steuer in Belgien noch zu groß ist“, findet auch Karin Genoe, die Chefin des belgischen Instituts für die Verkehrssicherheit. „Strengere Strafen tragen dazu bei, dass Menschen, die zu viel getrunken haben, sich nicht ans Steuer setzen.“