Standard gegen Zulte wird nicht wiederholt

Die nach Krawallen abgebrochene Erstliga-Partie zwischen Standard Lüttich und Zulte Waregem vom 19. Oktober muss nicht wiederholt werden. Nach einer Entscheidung des belgischen Sportgerichts wird das Spiel mit einem 2:1 zu Gunsten von Zulte Waregem gewertet.

Ursprünglich sollte die Begegnung nach einem Beschluss des belgischen Fußballverbandes KBVB am „Grünen Tisch“ mit 5:0 für Zulte Waregem und einem „Geisterspiel“ für die Lütticher gewertet werden. Doch Standard ging gegen diesen Beschluss beim belgischen Sportgericht vor und erreichte damit eine mildere Strafe. Nur die 5.000 € Strafe müssen die Lütticher bezahlen.

Bei der Partie zwischen Standard Lüttich im eigenen Haus und SV Zulte Waregem als Gastmannschaft war es am 19. Oktober zu schweren Krawallen durch Fans gekommen. Nach mehreren Unterbrechungen hatte der Schiedsrichter das Spiel kurz vor dem Abpfiff abgebrochen. Damals war der Streit zwischen den Fans der „Rouches“ und der Vereinsführung bzw. dem damaligen Trainer Guy Luzon auf dem absoluten Höhepunkt. Luzon zog aus diesem Unterfangen seine Konsequenz und kündigte seinen Job.

Die 2:1-Wertung des Sportgerichts entspricht dem gleichen Ergebnis der Partie beim damaligen Abbruch. Damals führten die Gäste von Zulte Waregem gegen Lüttich. Diese Entscheidung führt nicht zu einer Anpassung des derzeitigen Tabellenstands. Standard Lüttich bleibt mit 27 Punkten auf dem 7. Tabellenrang stehen und Zulte Waregem kann dadurch keinen Sprung aus den Abstiegsrängen machen und steht mit 19 Zählern weiter auf Rang 14.